"Unser Gehirn ist wie eine Art Labor: Es nimmt Gedanken, Vorstellungen und Modelle an und setzt sie in bestimmten Regionen um", sagt der US-Wissenschaftler Dr. Joseph Sispenza. Nervenzellen können sich in Sekundenbruchteilen verbinden, neue Netzwerke bilden und Heilungsprozesse einleiten - Neuroplastizität nennen Forscher diesen Vorgang. Bis zu 40 Medikamente kann unser Gehirn selbst produzieren - vom morphiumähnlichen Schmerzmittel bis zu glücklich machenden Endorphinen. Positive Gedanken und Erinnerungen sind der beste Treibstoff, um diesen inneren Arzt zu aktivieren. Psychologen sagen, dass wir uns auf Gesundheit, unseren natürlichen Lebenscode, programmieren können. "Jedes Mal, wenn wir uns in Stress-Situationen einfach sagen, 'ich schaffe das!', entschärfen wir die schädliche Wirkung der Stresshormone", erklärt der Psychologe Dr. Werner Ehrhardt.
Wie Ernährung Stress reduziert und Killerzellen freisetzt.
Sogar die Ernährung hat Einfluss auf unseren Stresspegel - und damit auch auf die Selbstheilungskräfte. So entzieht Zucker der Körper Kalzium und Magnesium, wirkt sich negativ auf die Produktion von Immunzellen im Darm aus - und bedeutet Mega-Stress für den Organismus. Umgekehrt kann man mit magnesiumhaltigen Nahrungsmitteln wie Nüssen (eine Handvoll genügt) den Stresslevel um bis zu 50 Prozent senken. Auch unter den Vitaminen gibt es einen Top-Kandidaten gegen Stress: Vitamin B12. Der Vitalstoff unterstützt den Körper bei der Herstellung bestimmter Aminosäuren (Bausteine der Eiweiße), die er für die Zellerhaltung benötigt. Vitamin B12 steckt hauptsächlich in tierischen Produkten, wie Fleisch und Milch, Eiern oder Käse, Sauerkraut oder Rote Beete.
Warum Sport Stress ausbremst und Killerzellen freisetzt.
"Auslaufen, sich körperlich betätigen, so drückt man dern Blutzuckerspiegel, der durch die Stresshormone sozusagen aus dem Gleichgewicht gekommen ist, und baut Stresshormone ab", erklärte der Stressforscher Sepp Porta. Dass körperliche Bewegung sogar Leben retten kann, beweist die amerikanische NHS-Studie (Nurses-Health-Study). Danach sinkt durch regelmäßiges Ausdauertraining das Risiko des Wiederauftretens eines Tomurs bei Patientinnen mit Brustkrebs um fast 50 Prozent. Doch auch auf den Herzmuskel, das Immunsystem und unser Allergierisiko hat körperliche Gewegung positive Auswirkung. So verringert Sport (30 Minuten Schwimmen, Radfahren, Walken am Tag) das Infarktrisiko und die Infektanfällikeit um bis zu 40 Prozent. Denn sport erhöht sie Ausschüttung von Selbstheilungszellen - mit einer Ausnahme: Leistungssport. Der stresst.
Mit freundlicher Genehmigung des Chefredakteuers vom
Heinrich Bauer Programmzeitschriften Verlag KG kann ich diesen Artikel hier veröffentlichen. Besten Dank dafür!
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Selbstheilung.....
